19. E-Commerce Stammtisch Dresden – Recap

Liebe Freunde des E-Commerce, liebe Website- und Webshop-Betreiber,

der 19. E-Commerce Stammtisch lockte wieder weit über 30 Shopbetreiber und Marketingbegeisterte in das DDV-Stadion. Schnell füllte sich der Vortragsraum und alle konnten sich in den Logen des Stadions von der eisigen Kälte aufwärmen.

Das Warm-Up übernahmen wieder Martin Ritter von WEBneo und Eik Waldmann von Schröder Systeme. Nach allgemeinen organisatorischen Hinweisen berichtete Eik Waldmann über einen neuen Ausbildungsberuf, der sicher für viele Gäste interessant sein könnte: Der neue IHK-Ausbildungsberuf zum Kaufmann-/frau im E-Commerce. Eine spezielle Ausrichtung, die schon längst hinfällig war für den Bereich des E-Commerce. An den staatlichen Berufsschulen wird es vermutlich noch etwas dauern bis die theoretische Ausbildung angeboten werden kann. Die KOMPASS – Kompetenzen passgenau vermitteln gGmbH als privater Anbieter wird ab Sommer 2019 die Ausbildung anbieten – sogar verkürzt auf 2 Jahre für Abiturienten – Frau Petra Winkler  gibt euch dazu gerne weitere Informationen.


Die Vorträge

Den Anfang der spannenden Vortragsreihe machte Ronny Stöck von WEBneo.

Ronny Stöck ist Senior Online Marketing Spezialist bei der WEBneo GmbH in Dresden seit 2017. Dabei berät dabei kleine und mittlere Unternehmen in allen Belangen des Online Marketings. Neben seinen Kundenprojekten beschäftigt sich Ronny auch gerne mit den neuesten Trends und gibt seine Erkenntnisse an seine Kunden weiter. Zuvor war Ronny bereits für Agenturen in Dresden & Wien tätig, sowie InHouse bei einem mittelständischen Unternehmen.

Der SEO-Experte entführte uns in die Welt der neuesten Themen & Trends des Online Marketings. In seinem Vortrag ging er speziell auf die „Search Trends 2018“ ein. Doch bevor wir in die Zukunft blickten, reiste er mit uns kurz in die Vergangenheit und ging auf die bisherigen Entwicklungen im Bereich des Online-Marketings ein. Hier appellierte er vor allem an den Mobil-first Index von Google, der bereits seit einiger Zeit von Google aufgebaut wird und noch in diesem Jahr von Google ausgespielt wird. Daher ist es umso mehr wichtig, Seiten auf „mobil“ umzustellen, da sonst ein immenser Einbruch des Sichtbarkeitsindex drohen kann.

Er beleuchtete aber auch das Thema Content, welches ebenso seit einiger Zeit immer wichtiger wird. Der Content einer Website sollte vor allem heutzutage vielmehr für den Leser geschrieben werden und weniger nur den Fokus auf die Roboter der Suchmaschinen, so wie es noch vor einiger Zeit gehandhabt wurde. Keyword-Stuffing und Geschwafel sollten weiterhin vermieden werden, denn es geht immer mehr um qualitativen Inhalt, den Google erkennt und bewertet.

Weiterhin betont Ronny, dass die User Experience, die seit 2015 wichtiger Bestandteil ist, auch künftig relevant sein wird.

Nun wurde es spannend und Ronny begann aufzuzeigen, wie sich die Google-Suche, die Search, verändern wird: Was bedeutet Mobil First? Hierzu zählen ein Responsives und „Daumenfreundliches“ Design, Wichtig ist aber vor allem auch die Ladezeit einer Website. Die Antwortzeit des Servers sollte sich auf unter 3 Sekunden belaufen – andernfalls besteht die Gefahr, dass User die Website verlassen.

Weitere Trends in 2018 sind die Google Featured Snippets, die in 2017 bei der Google Suche eingeführt wurden. Diese sind Suchergebnisse, die oberhalb der organischen Suchergebnisse erscheinen und als sogenannte „Nullte Position“ bezeichnet werden. An verschiedenen Beispielen erläuterte er die Arten von Featured Snippets: Text Snippets, Listen & Tabellen Snippets und die Video Snippets. Ronny gab an der Stelle den Hinweis, dass jeder Webseitenbetreiber in bestimmten Tools, wie beispielsweise Sistrix, überprüfen kann, für welche Keywords der Seite die Snippets existieren.

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Wie wird sich die Search noch verändern?
Hier informierte er uns über die sogenannten Sprachassistenten, die bereits von zahlreichen Anbietern existieren. Immer mehr nutzen technische Geräte, vor allem zu Hause, womit sich mittels eines Sprachassistenten die Geräte steuern lassen. Interessant dabei ist, dass bereits jeder Zweite einen Sprachassistenten benutzt hat. Vorreiter ist dabei der Google Assistant, gefolgt von Apples Siri.

Doch warum nutzen User einen Sprachassistenten? Eine aufschlussreiche Statistik zeigt, dass Sprachassistenten den meisten die Suche nach Informationen erleichtern, wie z.B. Wikipedia. Dicht gefolgt ist ein weiterer Grund für die Nutzung dieser Dienste, denn sie erleichtern Nutzern die Suche in Suchmaschinen und unterstützen sie ebenso in der Navigation.

Welche Bedeutung hat die Voice Search für die Suchmaschinenoptimierung? Mittels der Voice Search kann erreicht werden mit seiner Website, mit Antworten auf mögliche Fragen von Nutzern, an nullter Position, als Featured Snippets, in den Suchergebnissen zu erscheinen.

Weiterhin ist die Lokale Suche relevant. Daher rät er auf die 3 Grundpfeiler der lokalen Suchmaschinenoptimierung aufzubauen: Im Rahmen der OnPage Optimierung muss natürlich ein lokaler Bezug auch auf der Website zu finden sein und sich im Content der Seite wiederfinden. Zusätzlich ist ein Google My Business Eintrag unerlässlich und die Möglichkeit sein Unternehmen in lokalen Branchenbüchern einzutragen sollte genutzt werden.  Weitere Tipps zur lokalen Suchmaschinenoptimierung gibt Ronny auch in seinem Blogbeitrag.

Gibt es alternative Suchsystem? Ja, die gibt es und sollten unbedingt in der Online-Marketing Strategie berücksichtigt werden. Händlern sollte bewusst sein, dass zum Beispiel immer mehr User direkt bei Amazon nach einem Produkt suchen und gar nicht erst über die Google Suche. Daher sollte beispielsweise den Online-Marktplätzen besondere Beachtung geschenkt werden.

Zum Schluss seines Vortrags berichtete er noch kurz über die Chatbots – intelligente Dialogsysteme, die 24/7 eingesetzt werden können. In sozialen Netzwerken greifen sie auf die Profile von Nutzern zurück und können anhand der Interessen und des Standorts der Nutzer, gezielt agieren. Er kritisiert aber an dieser Stelle auch, dass diese Technik noch nicht ganz ausgereift ist und noch viele Risiken aufweist – es wird wohl noch eine Weile dauern bis diese Funktion vollkommen ausgereift ist.

Weitere Details könnt ihr hier in Ronnys Präsentation nachlesen:

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Nachdem sich alle Gäste nun viele warme Gedanken zur SEO machten, übernahm Lutz Röllig von blackbee, eine Marke der webdata solutions GmbH, das Wort:

Lutz Röllig ist CEO der Webdata Solutions GmbH in Leipzig. Davor war er Geschäftsführer der Yocoy Technologies GmbH einem Unternehmen im Big-Data Machine Learning Umfeld. 2005 – 2009 verantwortete er als Vorstand der dooyoo AG, einem paneuropäischen Internetportal für Verbrauchermeinungen und Social-Commerce, die operative und strategische Ausrichtung sowie den erfolgreichen Verkauf des Unternehmens. Lutz Röllig hat an der International School of Business in Reutlingen studiert und 20 Jahre Erfahrung im Bereich eCommerce und digitale Business Modelle.

2013 gründete er das Unternehmen Webdata Solutions GmbH. Mit einer intelligenten Softwarelösung überzeugten sie verschiedene Venture-Capital-Fonds. Die hochautomatisierte, selbstlernende Produkt- und Marktanalyse entwickelte sich 2015 zu einer eigenen Marke: Blackbee.

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In seinem Vortrag „Markt- und Preisanalyse richtig gemacht! Best Practices und wie Ihr Unternehmen davon profitieren kann“ erklärt Lutz Röllig wie im eCommerce mithilfe der entsprechenden Business Intelligence Lösung eine höhere Markttransparenz hergestellt werden kann.

Im ersten Teil seines Vortrags ging er allgemein auf ein professionelles Preismanagement in einem Unternehmens ein und erläuterte im zweiten Teil, wie mittels der Softwarelösung gezielte Maßnahmen betrieben werden könnten.

Für welchen Preis verkaufe ich mein Produkt oder zu welchem Preis verkaufen meine Wettbewerber die gleichen Produkte? Für Händler ist das Thema der Preispolitik einer alter Hut, aber immer noch ständiger Begleiter. Denn es sollte sich im Rahmen einer guten Preisstrategie immer um die Frage drehen: Wie ist der Preis der Wettbewerber und wie möchte ich mich dazu verhalten? Um dieses Thema dreht es sich bei Amazon beispielsweise rundum die Uhr – alle 15 Minuten erfolgt dazu eine automatisierte Abfrage und die Preise werden entsprechend angepasst. Hingegen würde ein „normaler“ Online Händler es nur einmal im Monat schaffen sich mit den Preisen seiner Wettbewerber zu beschäftigen – Doch genügt das?

Es spielen vor allem die Käuferpreise eine Rolle, denn Preise sollten nicht nur an den Kosten festgemacht werden. Käufer entscheiden, welchen Preis sie bezahlen möchten! Lutz Röllig betonte an der Stelle, dass dabei vor allem die Zeit wichtig ist: Die Herausforderung ist nämlich, den richtigen Preis zum richtigen Zeitpunkt anzubieten – Der Preis ist nämlich der größte Gewinnhebel.

Weiterhin sollten sich Onlinehändler auch bewusst sein, dass mit der Preisstrategie immer Marktführer (günstigster Preis) zu sein, ein Unternehmen nicht überlebensfähig sein kann. Ziel eines Händlers sollte es sein den Preis zu erhöhen ohne Mengenverluste zu verzeichnen. An der Stelle brachte er das „Leuchtturm-Beispiel“ an, bei dem ein sogenannter Leuchtturm-Artikel günstiger angeboten wird, aber gleichzeitig der Preis des passenden Zubehörs erhöht wird.

Die Prämisse solcher Strategien ist ein aktives Preismanagement. Voraussetzung dafür sind jedoch, dass Wettbewerber auch vergleichbare Artikel besitzen. Ist dies erfüllt, kann beispielsweise eine Software, wie blackbee, zum Einsatz kommen und die Preise der Wettbewerber vergleichen. Die intelligente Softwarelösung führt dabei einen Sortimentsvergleich durch und liefert aktuelle Marktdaten zu den Preisen der Wettbewerb sowie der eigenen Marktpreisposition.  Die Übersicht teilt aber nicht mit, wie die eigenen Preise nun angepasst werden müssen.

Lutz Röllig verdeutlichte, dass man sich nun überlegen muss, wie auf diese Zahlen (Preise) reagiert werden muss: Daher ist es wichtig sich Strategien zu überlegen: „Will ich der Günstigste sein oder genügt es mir unter den Top 3 zu sein? Anhand dessen können Maßnahmen betrieben werden und der Preis angepasst werden. Mögliche Ergebnisse können dann eine Optimierung der Marge, Umsatzsteigerung und/oder das Einsparen von Ressourcen sein.

Dieser spannend gestaltete Vortrag von Lutz Röllig sorgte auch hier für einige Fragen bei den Gästen – vielen Dank an dieser Stelle für deinen Besuch und Vortrag bei unserem Stammtisch.

Schaut Euch hier noch einmal die gesamte Präsentation von Lutz Röllig an:

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Beide Vorträge sorgten für viel Gesprächsstoff bei den anwesenden Gäste. Bei leckeren belegten Brötchen und einem Getränk, wurde im Anschluss an die Vorträge noch fleißig  diskutiert und man lernte sich kennen. Der 19. E-Commerce Stammtisch war mal wieder ein interessanter Abend, an dem sicher jeder etwas für sich mitnehmen konnten.

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Wir freuen uns schon auf den nächsten Stammtisch und danken an dieser Stelle allen Gästen, die für diesen rundum gelungenen Abend sorgten.


Die Catering

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Auch zu diesem ESDD wird die Salumeria Dresden wieder für kulinarische Leckerbissen sorgen, mit denen wir den Abend bei gemeinsamen Gesprächen entspannt mit euch ausklingen lassen wollen!


Die Anmeldung

Die Tickets zu diesem ESDD können ausschließlich über den Xing Ticket Service bestellt werden. Für eure verbindliche Buchung erhaltet ihr eine ordnungsgemäße Rechnung sowie einen garantierten Sitzplatz zu unserem Stammtisch. Den eingenommenen Erlös geben wir an die Speaker und weitere Unterstützer des Stammtisches weiter.


Die Fakten

Wann:

Mittwoch, den 28. Februar 2018 ab 18:00 Uhr

Wo: 

DDV Stadion Dresden

Wie:

Melde dich über Xing Events verbindlich zum Stammtisch an

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